Was ich wünschte gewusst zu haben als ich Science for Soundness ins Leben rief

Als 2014 der Wunsch nach Selbstständigkeit und Unabhängigkeit in mir aufkam, hatte ich den Traum von Pferden am Haus, einem gefüllten Terminkalender und dem Luxus, nie wieder einen anderen Job ausüben zu müssen – vor allem keinen Bürojob.

Falls du auch mit dem Gedanken spielst dich selbstständig zu machen, dann hoffe ich dir mit diesem Beitrag ein wenig die rosarote Brille zu nehmen (sorry – not sorry!). 

Zu Anfang haben viele liebe Menschen in meinem Umfeld mich vor dem Arbeitsaufwand, der mit einer Selbstständigkeit einhergeht, gewarnt und mir teils sogar davon abgeraten. Das war keinesfalls böse gemeint, aber damals habe ich nicht genau verstanden weshalb keiner meinen Traum sehen oder gar verstehen kann.

Jetzt, knappe fünf Jahre nach dem ersten Gedanken der Science for Soundness zu Grunde liegt, habe ich verstanden weshalb alle etwas zögerlich waren mit ihrer Freude.

Damals habe ich noch in England gelebt und während eines Vollzeit Jobs auch noch Vollzeit meinen Master gemacht. Zeitgleich habe ich Science for Soundness ins Leben gerufen. Jetzt im Nachhinein weiss ich, dass es einfach zu viel war! Eine oder maximal zwei solch zeitraubende Tätigkeiten wären eigentlich schon genug gewesen. 😀

Wenn es um Emotionen geht, habe ich gefühlt alles mindestens einmal durch. Vor allem gegen Ende der Zeit in England hatte ich meinen tiefsten Punkt. Den Aufwand, der mit einer Selbstständigkeit kommt, hatte ich gnadenlos unterschätzt. Du weisst ja sicher: selbst & ständig. Dazu kam der Master, der wirklich nicht eben mal so geschrieben ist. Ich war kurz davor, meinen Traum aufzugeben. Es war zu viel.

Ich habe einige Umzüge absolvieren müssen, mehrere Jobs angenommen und wieder abgelegt, und zu guter letzt bergeweise Papierkram erledigen müssen. Die Vorstellung vom ständigen Draussensein, meine Abneigung gegenüber Bürojobs und der Traum vom Ponyhof sind daher erst nur mäßig aufgegangen 😀

Jetzt, einige Jahre später, sind wir endlich an unserem Ziel angekommen. Ich freue mich tatsächlich ein wenig über die Abwechslung, die so eine Selbstständigkeit mit sich bringt. Mittlerweile habe ich auch ein bisschen mehr Übung muss ich gestehen – Bürokram ist gar nicht mehr gruselig.

Morgens alle Herdenmitglieder zu versorgen, gemütlich mit einem Käffchen den Ponys beim Heu mampfen zuzusehen und zuzuhören, anschließend ein wenig Bürokram machen und sich um den Haushalt kümmern, danach Zeit für Kundentermine zu haben – kann ich mir überhaupt mehr wünschen? 🙂

Nein, ich glaube ich bin angekommen! Die neue Schwierigkeit und Kunst besteht nun darin, die Motivation nicht zu verlieren, sich nicht auf den Lorbeeren auszuruhen und sich ständig weiterzubilden. Es ist so einfach den Tag zu „verdödeln“, aber das bringt einen nicht voran, füllt keinen Terminkalender und macht auch nicht die beste Werbung. Natürlich verdient man so auch kein Geld.

Der Weg war wirklich mehr als steinig, aber wenn man nur hart genug für etwas arbeitet, sich von den Niederlagen nicht entmutigen lässt und die kleinen Dinge schätzen kann, dann lohnt sich das alles wirklich! Während dieser Selbstständigkeit, die ständig mit mir gewachsen ist, habe ich viel über mich selbst gelernt. Ständiges reflektieren gehört da einfach zum Alltag. Was wünschen sich meine Kunden? Wie kann ich mein Angebot noch besser machen? Was lässt sich optimieren? Wie viel kann ich überhaupt leisten? Ich bin bei weitem noch nicht da, wo ich sein kann, aber der Weg ist ja bekanntlich das Ziel.

Ich habe das Glück von großartigen Menschen umgeben zu sein, die mich mit Rat und Tat unterstützen, mir ehrlich sagen wenn meine Ideen manchmal mehr als schlecht sind und die mich ermutigen mal etwas Neues auszuprobieren, wenn ich mich festgefahren habe.

Wenn du also auch einen Traum hast und darauf hinarbeitest dich selbstständig zu machen, dann hoffe ich dieser Beitrag war ein wenig hilfreich für dich. Falls du noch ein wenig Input brauchst, dann kannst du dir hier mein kostenloses Template schnappen!

Falls du noch ein paar andere Fragen hast, dann beantworte ich diese natürlich, wie immer, sehr gerne. Trau dich – keine Frage ist doof oder peinlich und du bekommst von mir immer 100% ehrliche Antworten. Ich freu mich von dir zu hören! 🙂

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