Musik vs. Ponyhof

Vielleicht kennst du Peter schon aus einigen meiner Beiträge, vielleicht auch von seiner Arbeit als Musiker. Peter ist außerdem mein Sidekick und mein Partner in Crime in allen Lebenslagen. Ich bin unglaublich stolz auf ihn und es macht mir auch nichts aus, das immer und immer wieder in die Welt hinaus zu schrei(b)en!

Peter spielt Synthesizer/Samples bei The Ocean und wirkt zusätzlich bei Heads. und Rhoads als Schlagzeuger mit. Er produziert Musik in seinem Studio, ist ein sicker Licht Designer und hat auch sonst noch so einiges an Techi & Artsy Kram auf dem Kasten. Aber das ist ein anderes Thema..

© Valentin Laurent

Zusammen haben wir, sofern wir außenstehenden Menschen Glauben schenken sollten, etwas ziemlich verrücktes erschaffen: Die Mühle.

Eigentlich ist das gar nicht so verrückt, wie alle immer denken. Das Konzept war eine ganz einfache grundlegende Idee:

Wir wollten einen Ort schaffen, an dem sich Menschen und Tiere einfach nur wohl fühlen, ihrer Kreativität freien lauf lassen können und von nichts und niemandem gestört oder verurteilt werden.

Klingt einfach, oder? Ist es tatsächlch auch 🙂

Trotzdem erreichen mich immer wieder Fragen zu unserem Konzept. Anstatt mir immer den Mund fusselig zu reden, wollte ich Peter auch mal die Chance geben Gehör zu finden. 

Also, Peter, wie können wir uns das vorstellen? Wie lassen sich Metal und Ponyhof vereinen?

Für mich ist es tatsächlich die perfekte Ergänzung zum lauten und anstrengenden Tour-Alltag, in dem man 24 Stunden am Tag von anderen Menschen umgeben ist. Meistens dauert es ein oder zwei Tage bis ich mich nach all dem Trubel zu Hause wieder aklimatisiert habe – da tut einem diese ländliche Umgebung schon äußerst gut. 

Manchmal stell ich mich Abends zwischen die Pferde, um einfach ein bisschen Zeit mit ihnen zu verbringen. Die Hühner zu füttern und zu beobachten, oder mit Skye ein bisschen Frisbee zu spielen sind auch eine gelungene Abwechslung zur bildschirmlastigen Studio-Arbeit. 

Mit dem Thema Metal habe ich ehrlich gesagt schon so meine Schwierigkeiten, da ich mich mit dem Großteil der mit diesem „Genre“ einhergehenden Klischees überhaupt nicht identifizieren kann. Deswegen bin ich schon bisschen stolz, in so einer Band wie The Ocean spielen zu dürfen, bei der sehr viel Wert auf das Große Ganze gelegt wird und auch eine gewisse Ernsthaftigkeit an den Tag gelegt wird.

Es ist auf jeden Fall ein ganz schön ambitioniertes Projekt, bei dem jeder einzelne Aspekt (Sound, Licht, Artwork, etc.) sehr detailliert ausgearbeitet wird, was ab und zu schon so Einiges an Durchhaltevermögen von einem abverlangt. In den Genuss der Großstadt komme ich durch meine Arbeit sowieso schon – da brauche ich in meiner Freizeit gerade wirklich keine Kneipen oder Raves – ich wohne doch auf einem Ponyhof! 

Wie können Mit-Musiker und andere Menschen auch von der Mühle profitieren, so wie du und ich?

Im Prinzip kann jeder davon profitieren. Am meisten natürlich wenn mann persönlich vorbeikommt um hier Zeit zu verbringen und/oder um zu arbeiten. Es ist schon auch schön diese Räumlichkeiten und die schöne Umgebung mit meinen Mitmusikern und Freunden teilen zu können.

Ansonsten ist es natürlich auch möglich über das Internetz mit mir zu arbeiten, sprich ich mixe, mache Sound Design, oder biete Schlagzeug- oder sonstige Aufnahmen an – die ich dann dem jeweiligen Kunden als Audio-Dateien schicke.

Woher nimmst du deine Inspiration?

Eigentlich inspiriert mich das ganze Leben auf dem Hof. Die unvoreingenommene Ehrlichkeit, die mir von den Tieren täglich entgegengebracht wird, lässt mich meine Wertvorstellungen immer wieder überdenken.

Natürlich beschäftigen mich auch die vielen Erlebnisse auf Tour (besonders in ärmeren Ländern, wie z.B. Indien), zeitgemäße Dokumentationen, Filme, Serien, YouTube, teilweise sogar Video-Spiele und natürlich die vielen persönlichen zwischenmenschlichen Erfahrungen, die man mit der Zeit gesammelt hat und auch immer wieder reflektiert.

Und natürlich Musik hören – am besten im Studio oder mit guten Kopfhörern und richtig laut!

Das alles macht mich wirklich sehr dankbar, so ein Projekt mein Zuhause nennen zu dürfen. Ich bin gespannt, was die Zukunft noch so bringt!

Danke Peter!


Falls du noch Fragen an Peter hast, kannst du gerne diesen Beitrag kommentieren – er wird dir direkt antworten! Ansonsten schau doch mal auf seine Website um dich über seine Arbeit zu informieren. Dort findest du auch ein paar schöne Bilder von der Mühle. 🙂

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